Luxemburg: Die schönsten Orte im Müllerthal 

 

 

Das Mül­ler­thal liegt im öst­li­chen Teil von Luxem­burg und zählt zu den belieb­tes­ten Wan­der­re­gio­nen des Lan­des. Der Natur- & Geo­park Mël­lerd­all behei­ma­tet unzäh­li­ge Luxem­bur­ger Sand­ste­in­for­ma­tio­nen, die sich ihren ganz eige­nen Weg durch die Natur bah­nen. Die Regi­on des Mül­lerthals wird auch klei­ne Schweiz genannt und ist daher ein wah­res Para­dies für Wan­de­rer und Naturliebhaber.

Das Mül­ler­thal ist irgend­wie ein ziem­lich mys­ti­scher Ort, denn die Natur scheint hier etwas außer Rand und Band zu sein. Die dicht bewach­se­nen Wäl­der ver­sprü­hen ein gewis­ses Dschungel-Feeling.

Sehenswertes im Müllerthal

#1 Müllerthal-Trail

Das Mül­ler­thal ist mit einem her­vor­ra­gen­den Wan­der­netz aus­ge­stat­tet. Man kann sich ganz ein­fach zurecht­fin­den, denn man muss ledig­lich den Hin­weis­schil­dern an den Wan­der­we­gen fol­gen, die mit einem blau­en Drei­eck auf wei­ßem Grund gekenn­zeich­net sind. Die Rund­we­ge unter­schie­den sich je nach Län­ge und Schwie­rig­keit. So gibt es Rund­we­ge von 4km bis 16 km. Ins­ge­samt erstre­cken sie sich sogar über 112 km lan­ge „Lea­ding Qua­li­ty Trails-Best of Europe.“

Der Mül­lerthal­t­rail setzt sich aus 3 ver­schie­de­nen Rou­ten, vier Extra-Tou­ren und ein paar wei­te­ren Wan­der­rou­ten zusam­men. Die Rou­ten sind mit­ein­an­der ver­bun­den, kön­nen aber je nach Belie­ben auch ein­zeln erwan­dert werden.

Rou­te 1 -  (mit­tel-36 km ) kul­tu­rel­len Beson­der­hei­ten, Wald, Wie­sen und Felder.

Rou­te 2 -  (schwer 38km) führt durch das Herz der klei­nen Luxem­bur­ger Schweiz und zu den spek­ta­ku­lärs­ten Felsformationen.

Rou­te 3 -  (mit­tel ‑38km) Fel­sen, Bach­t­ä­ler und  Burgen.

 

#2 Predigtstuhl Felsen 

Der Pre­digt­stuhl­fel­sen ist eine rie­si­ge Fels­for­ma­ti­on mit einer Aus­sichts­platt­form, die qua­si über der Stra­ße hängt. Direkt am Fel­sen fin­det man den Weg hin zum Wer­schrumm­schlüff, ein tol­ler Weg, wo man durch teil­wei­se enge Fels­spal­ten klet­tern muss. Um den Pre­dig­stuhl­fel­sen zu ent­de­cken, muss man nicht wirk­lich lau­fen und kann direkt dar­un­ter parken.

 

#3 Schiessentümpel 

Der Schies­sen­tüm­pel ist auch über die Lan­des­gren­zen hin­aus sehr bekannt und gilt daher als Wahr­zei­chen des Mül­lerthals. Der Tüm­pel umfasst einen klei­nen Was­ser­fall mit einer spek­ta­ku­lä­ren Natur­stein­brü­cke. Das Was­ser fließt in drei schö­nen Strö­men über eine Fels­kan­te in ein dar­un­ter lie­gen­des Fels­be­cken. Je nach Jah­res­zeit und aktu­el­ler Wet­ter­la­ge sind die Strö­me mal stär­ker oder eben auch etwas weni­ger intensiv.

Neben dem Schies­sen­tüm­pel führt ein male­ri­scher Pfad ent­lang des Was­sers, den man auf jeden Fall erkun­den soll­te. Der Tüm­pel mit einem eher extra­va­gan­ten Namen befin­det sich direkt an der Stra­ße ohne wei­ten Fuß­marsch, daher ist hier eini­ges los. Unge­fähr 500m liegt der Park­platz vom Schies­sen­tüm­pel entfernt.

#4 Kalktuffquelle 

Die Kalk­tuff­quel­le ist eine beson­de­re Quel­le, die durch kalk­hal­ti­ges Grund­was­ser genährt wird. Das kla­re Was­ser fließt über eine von der Natur eige­nes gebil­de­te Ter­ras­se in ein Becken.

Die­ser Ort sieht ziem­lich unwirk­lich aus und erin­nert eher an eine Mär­chen­land­schaft. Im „Thal“ herrscht ein feuch­tes Kli­ma und dadurch wach­sen Moos, Far­ne und Flech­ten kreuz und quer. Stei­ne und umge­fal­le­ne Bäu­me sind mit Moos bewach­sen und wir­ken ein­fach so echt und authen­tisch. Das Mül­ler­thal ist für uns der per­fek­te Beweis, dass die Natur, wenn man sie nur lässt, immer die aller­schöns­ten Anbli­cke und Über­ra­schun­gen kre­iert. Ganz natür­lich, ganz ungezwungen.

#5 Echternach

Die Stadt Ech­ter­nach ist die ältes­te Stadt in Luxem­burg und hat vie­le his­to­ri­sche Bau­wer­ke zu bie­ten. Hier gibt es eini­ge ver­win­kel­te Gas­sen, Über­res­ten von Tür­men und der ehe­ma­li­gen Stadt­mau­er. Wenn ihr im Mül­ler­thal unter­wegs seid, soll­tet ihr unbe­dingt das Städt­chen besu­chen, wobei die meis­ten Rou­ten ohne­hin durch Ech­ter­nach füh­ren. Auch die Basi­li­ka in Ech­ter­nach soll­tet ihr euch nicht ent­ge­hen lassen.

Wanderung E1 — von Echternach nach Berdorf

Die Wan­de­rung beginnt an der Basi­li­ka in Ech­ter­nach und führt von der Innen­stadt zum Aus­sichts­punkt Troos­knepp­chen. Im Anschluss kommt man zur Wolfs­schlucht. Auf der „Pauls­plat­te“ soll­tet ihr auch einen Halt ein­le­gen, denn dort oben hat man einen tol­len Aus­blick. Über den Pere­kop Fel­sen geht es über eine schma­le Trep­pe  durch das Aes­baach­tal. Durch den ver­wun­sche­nen Wald erreicht man die Höh­le Huel Lee und das Amphi­thea­ter.  Am Park­platz unweit der Huel Lee (Ber­dorf) kann die Wan­de­rung eben­falls gestar­tet wer­den. An der Wël­keschkum­mer und der Gei­ers­lee vor­bei geht es zurück nach Ech­ter­nach. Der Wan­der­weg ist in bei­de Rich­tun­gen gut mar­kiert. All­ge­mein ist die E1 von Ech­ter­nach nach Ber­dorf oder umge­kehrt eine sehr abwechs­lungs­rei­che Wan­de­rung durch eine wun­der­vol­le Natur. Wir haben die Rou­te aller­dings von Ber­dorf gestar­tet und auf dem Park­platz nahe der Huel Lee geparkt.

Tipp: In Ech­ter­nach sind wir dann mit dem Bus 502 oder 111 zurück nach Ber­dorf gefah­ren. Da alle öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel in Luxem­burg kos­ten­los sind, ist das eine super Mög­lich­keit. Wir haben den Bus­fah­rer dann lieb gefragt, ob der uns nahe des Park­plat­zes an der Huel Lee aus­stei­gen lässt.

#6 Berdorf

Das Ört­chen Ber­dorf bie­tet eine tol­le Lage für die Erkun­dung des Mül­lerthals. Zudem füh­ren auch eini­ge Rou­ten durch den Ort. Vor allem die E1 nach Ech­ter­nach hat uns sehr gut gefal­len und ist eine wirk­lich schö­ne Rou­te, die man unbe­dingt ent­de­cken soll­te. Wenn ihr im Mül­ler­thal mit­ten in der Natur sein wollt, dann kön­nen wir euch die­sen Aus­gangs­ort sehr ans Herz legen. Schaut ein­fach in Ber­d­of nach Unter­künf­ten oder beim Cam­ping­platz vorbei.

#7 Campingplatz Martbusch

Der Cam­ping­platz Mart­busch in Ber­dorf ist ganz bezau­bernd in das Mül­ler­thal ein­ge­bet­tet und hat einen wirk­lich tol­len Zugang zu schö­nen Wan­der­rou­ten. Für uns war es der per­fek­te Aus­gangs­ort. Die Sani­tär­an­la­gen sind sehr sau­ber und all­ge­mein ist es ein tol­les Plät­zen mit all dem, was man so braucht und dazu noch mit­ten in der Luxem­bur­ger Natur.

Auf einem klei­nem Pfad direkt neben dem Cam­ping­platz star­tet eine klei­ne Wan­de­rung von 4,2 km auf dem loka­len Rund­wan­der­weg B2. Die Rou­te ist in die mitt­le­re Schwie­rig­keits­stu­fe ein­ge­teilt und man benö­tigt je nach Tem­po 1,5- 2 Stun­den. Eine wirk­lich tol­le Tour, die einen Teil des Mül­ler­thal-Trails umfasst. Zum Son­nen­un­ter­gang kön­nen wir die Rou­te emp­feh­len, da sie auch eini­ge schö­ne Foto­spots bereit hält. Im Info­zen­trum des Plat­zes gibt es eini­ge Tipps und Infor­ma­tio­nen rund um die Tou­ren im Müllerthal. 

#8 Siweschlëff

Der Weg führt hoch zu eini­gen Fel­sen, die eine tol­le Aus­sicht bie­ten. Und zwar fin­det man hier auch die Teu­fels­in­sel und das Roits­bach Pla­teau. Gera­de zum Son­nen­un­ter­gang ist es da oben ziem­lich schön, weil die Son­ne direkt dahin­ter unter geht. Wenn man Glück hat, trängt das Licht die Land­schaft in die aller­schöns­ten Far­ben. Die Tour durch den Siwe­schlëff und hoch zur Platt­form erin­nert an ein Fels­la­by­rinth. Der Weg ist auf jeden Fall sehr aben­teu­er­lich, macht aber doch sehr viel Spaß.

Die zwei haus­ho­hen Fel­sen durch die man sich einen Weg ebnen muss, sind auf jeden Fall total gigan­tisch. Wie­der ein­mal ist man erstaunt, was die Natur so alles erschaf­fen hat. Mit einem gro­ßen Ruck­sack oder Angst vor Enge soll­te man sich lie­ber nicht durch­quet­schen. Denkt an eine Stirn­lam­pe oder Taschen­lam­pe. Bei den teil­wei­se rut­schi­gen Fel­sen muss man jedoch gut auf­pas­sen. Wem das alles zu wild ist, der kann auch um die Fel­sen her­um gehen und muss nicht mit­ten durch.

 

#9 Huel Lee

Die Huel Lee liegt bei Ber­dorf und ist eine Fels­grot­te, die von Men­schen im Mit­tel­al­ter aus­ge­höhlt wur­de und als Stein­bruch fun­gier­te. Noch heu­te spürt man die vie­len Jah­re, die die­ser Ort schon auf dem Buckel hat. Auf der Stre­cke der Huel Lee gibt es so eini­ges zu bestau­nen und vor allem Fami­li­en sind uns hier über den Weg spa­ziert. Ein paar Meter liegt ein tol­les Frei­licht­thea­ter ent­fernt und all­ge­mein ist es ein­fach super inter­es­sant und schön hier durchzuschlendern.

#10 Wolfsschlucht

Die Wolfs­schlucht ist eine sehr enge Sand­stein­schlucht, die in den Wäl­dern ober­halb der tol­len Stadt Ech­ter­nach liegt. Die Wolfs­schlucht ist eine dunk­le Fel­sen­klamm mit etwa 50m hohen  Fels­wän­den. Wei­ter oben kommt im Anschluss das Aus­sichts­pa­vil­li­on „Troos­knepp­chen“, wo ihr einen tol­len Blick über Ech­ter­nach habt. Hier kann man auch ein tol­les Pick­nick machen. 

#11 Perekop Felsen

Der Pere­kop Fel­sen führt über eine sehr stei­le Stein­trep­pe, die durch eine enge Fels­spal­te nach oben führt. Der Fels­rie­sen ver­sprüht auf jeden Fall einen sehr mäch­ti­gen Ein­druck. Wenn man letzt­end­lich oben ange­kom­men ist, stößt man direkt auf eine Platt­form mit tol­ler Aus­sicht ins Mül­ler­thal. Zwar kommt man über die E1 auto­ma­tisch hier hin, aber man kann auch direkt vor­ne dran par­ken. Wenn man nicht so gut zu Fuß ist, dann hat man im Mül­ler­thal trotz­dem die Mög­lich­keit direkt an den schöns­ten Sehens­wür­dig­kei­ten zu hal­ten, das fin­den wir sehr schön. 

#12 Tourist Center „Heringer Millen“

Eine schö­ne restau­rier­te Müh­le mit kos­ten­lo­sem Ver­leih von Wan­der­aus­rüs­tung. Das ist auf jeden Fall ein tol­les Ange­bot, wenn ihr noch gute Aus­rüs­tung benö­tigt. Auch ein Shop mit regio­na­len Pro­duk­ten fin­det sich im Cen­ter. Übri­gens ist der Name Mül­ler­thal davon abge­lei­tet, dass ent­lang des Tals unzäh­li­ge Müh­len stan­den. Hier bekommt ihr einen authen­ti­schen Einlick und ein paar Infor­ma­tio­nen über die dama­li­gen Zeiten.

Restaurant Brasserie Heringer Millen 

Das Restau­rant befin­det sich auf dem Gelän­de der Müh­le. Hier sind wir für einen klei­nen Mit­tags­s­nack ein­ge­kehrt. Die Prei­se sind etwas geho­be­ner, aller­dings sitzt man auch in einem sehr tol­len und gemüt­li­chen Ambiente.

#13 Bistro Martbusch 

Die­ses Bis­tro gehört zum Cam­ping­platz Mart­busch und hat wirk­lich sehr gutes Essen. Wir waren total über­rascht und hät­ten ehr­lich gesagt nicht damit gerech­net, dass es hier so gut schmeckt. Da es in der Umge­bung nicht unbe­dingt eine gro­ße Aus­wahl an Restau­rants gibt, soll­tet ihr unbe­dingt im Bis­tro einkehren.

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